Ein mörderisch spannender Sommer mit Krimilesungen in der Mühle von Greetsiel 9.7. Manfred C. Schmidt 23.7. Barbara Wendelken 13.8. Peter Gerdes 20.8. Ulrike Barow
Beginn 20.00 Uhr, Eintritt 5,00 Euro,
Greetsiel. Die Zwillingsmühlen sind nicht nur das weithin sichtbare Wahrzeichen von Greetsiel – die rote Mühle hat als Schauplatz literarischen Verbrechens schon Tradition. Auf dem Kornspeicher seiner Mühle bietet Müller Frank Schoof auch in diesem Sommer wieder eine spannende Veranstaltungsreihe mit Krimilesungen in uriger Atmosphäre an.
 Den Auftakt am Freitag, 9. Juli, bestreitet Manfred C. Schmidt aus Esens, der seinen neuen im Leda-Verlag erschienenen Ostfrieslandkrimi „Gut Schuss“ vorstellt. Das Schützenfest ist in der ostfriesischen Kleinstadt Esens das gesellschaftliche Gro߬ereignis schlechthin. Da passt es überhaupt nicht, dass ein Schützenbruder kurz vor Beginn der Feier auf einem Neubau tot aufgefunden wird. Zumal es keinen Zweifel gibt: Reiner Muul, Juniorchef einer Baufirma, wurde¬ ermordet. Hauptkommissar Kerkhoff und seine Kollegen finden bald heraus, dass das Opfer weder in der Schützencompagnie noch im Bauunternehmen beliebt war. Die einzige Spur ist das Lebkuchenherz, das der Ermordete um den Hals trug. Warum hatte es die Aufschrift »Für dich, Goldie«? Hat der Mörder den Falschen erwischt, meinte er Schützenkönig Goldau? Wird er das Schützenfest nutzen, um erneut zuzuschlagen? MANFRED C. SCHMIDT, geboren 1956 in Emden, lebt und arbeitet in Esens. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS), im Syndikat und im Arbeitskreis Ostfriesischer Autorinnen und Autoren. Er ist in vielen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften vertreten. Sein Kurzkrimi Auf den Hund gekommen wurde ins Plattdeutsche übersetzt und verfilmt. Er veranstaltet in Esens Poetry-Slams. 2004 gewann er den Jeverschen Poetry Slam. Mit Christiane Franke und Regine Kölpin tritt er als TrioMortabella auf. 2009 erschien Liebe, Laster, Leichen im Leda-Verlag. www.esens-krimis.de. Klaus-Peter Wolf sagt über Manfred C. Schmidt: „Ich mag seine Art zu erzählen. Ich bin Fan von ihm.“
 Am Freitag, 23. Juli, ist dann Barbara Wendelken aus Moormerland, die sich nicht nur als Kinderbuchschriftstellerin, sondern auch als Krimiautorin einen Namen gemacht hat, in der Mühle zu Gast. Sie liest aus ihrem aktuellen Ostfrieslandkrimi „Berbertod“ und aus ihren Kurzgeschichten, die in zahlreichen Anthologien des Leda-Verlags erschienen sind, unter anderem in der neuen kulinarischen Krimisammlung „Friesisches Mordkompott – Süßer Nachschlag“. Eigentlich sieht es so aus, als würde das Leben es endlich einmal gut meinen mit dem 15jährigen Daniel Feuerbach. Nach einer von Gewalt geprägten Kindheit und ein paar harten Monaten auf der Straße nehmen Dörthe und Hans ihn auf. Daniel gibt sich große Mühe, ihren Erwartungen zu entsprechen. Aber auf einer Geburtstagsfete trinkt er viel zu viel, es kommt zum Streit mit seiner Pflegemutter und er haut wieder einmal ab. Und dann steht in der Bildzeitung, dass am Bahnhof in Leer ein Penner erstochen wurde – mit Daniels Messer. Hat er wirklich einen Mord begangen? Er kann sich nicht erinnern. Hauptkommissar Thomas Weber leitet die Untersuchungen. Ihm wäre Daniel als Täter sehr recht, denn es mehren sich die Anzeichen, dass sein eigener Sohn Johannes in den Mord verwickelt sein könnte. Weber setzt alles daran, Daniel zu überführen.
Barbara Wendelken wurde 1955 in der Nähe von Bremen geboren. Sie hat viele Jahre als Kinderkrankenschwester gearbeitet, bevor sie Anfang der Neunziger Jahre mit dem Schreiben begann. 1993 wurde ihr erstes Buch, ein Märchen, veröffentlicht. Seither sind zahlreiche Titel für Kinder und Erwachsene sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien erschienen. Sie wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Im Leda-Verlag ist sie aktuell in den Anthologien “Unsere Ems“ und „Friesisches Mordkompott“ vertreten. Im Herbst 2010 erschien dort ihr Kriminalroman Berbertod. Barbara Wendelken ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im Syndikat, wo sie seit 1999 die Jury leitet, die den Hansjörg-Martin-Preis vergibt. Ihr Kinderbuch „Und alles wegen Laura“ erhielt 2007 den Literaturpreis Das neue Buch. Wenn sie nicht schreibt, genießt sie mit ihrer Familie das Landleben in Ostfriesland.
 Am Freitag, 13. August, präsentiert Peter Gerdes aus Leer seinen neuesten Inselkrimi „Wut und Wellen“, der im Mai im Leda-Verlag erschienen ist. Eine Serie von Sprengstoff- und Giftanschlägen erschüttert die Nordseeinsel Langeoog. Wem gelten die scheinbar ziellosen Attentate im sommerlichen Urlaubsparadies? Stimmen die Gerüchte, dass die „Viererbande“ dahinter steckt – eine Gruppe alter Männer, die jeden Tag am Bahnhof hockt, auf die Touristen schimpft und jene Zeiten zurückwünscht, in denen die Insel noch den Insulanern gehörte? Die Inselpolizisten Lüppo Buss und Insa Ukena tappen im Dunkeln. Auf die Hilfe von Hauptkommissar Stahnke können sie diesmal nicht hoffen, denn der ist wegen einer Mordermittlung in Leer unabkömmlich. Waldemar Wallmann, Chef einer Zeitarbeitsfirma, wurde im Bingumer Yachthafen regelrecht abgeschlachtet. Kam er wirklich nur einem Bootsdieb in die Quere? Fieberhaft sucht Stahnke nach Anhaltspunkten – und wäre doch lieber auf Langeoog bei seiner Freundin Sina Gersema. Als er auch noch feststellt, dass Sinas Ex-Freund Marian Godehau jetzt als Journalist für den Langeooger Inselboten arbeitet, beginnt ihn die Eifersucht zu quälen.
Peter Gerdes, geboren 1955 in Emden, ist Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller, und im Verband deutscher Schriftsteller. Der gebürtige Emder, der in Oldenburg studierte und lange als Journalist arbeitete, lebt heute mit seiner Familie in Leer. Seine ostfriesische Heimat ist immer wieder Hintergrund und auch Gegenstand seiner Romane und Geschichten. Die Charaktere und Typen, die Gerdes’ Storys bevölkern, wären ohne diese Heimat nicht vorstellbar. In seinen Lesungen lässt Gerdes diese Figuren durch seine intensive Vortragsweise lebendig werden. Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt über Peter Gerdes: „Nordlicht Gerdes sorgte mit dem sezierenden Blick für die Raffinessen von Mord und Totschlag für mörderischen Witz und spannende Unterhaltung. ... Das war ganz nach dem Geschmack der Zuhörer, die sich gern in beste Stimmung versetzen ließen.“ Der Uelzener „General-Anzeiger“ meint: „Gerdes brachte es durch außergewöhnlich bildhafte Schilderung zustande, die Krimifans zu fesseln. Vor allem mit viel hintergründigem Humor lässt der Autor seine Hauptfigur, den Polizeikommissar Stahnke, den Abgründen und Tiefen menschlichen Handelns auf die Schliche kommen.“ Und die „Lübecker Nachrichten“ urteilen: „Gerdes schreibt Krimis, wie man sie sich schöner nicht wünschen kann. Sehr spannend, schlüssig, wunderbar formuliert und immer lustig. Dabei geprägt von Liebe zu Land und Leuten – wunderbar. Mehr davon!“
 Am Freitag, 20. August, stellt Ulrike Barow aus Leer in der Mühle ihren mittlerweile dritten Inselkrimi Baltrumer Bärlauch vor Wenn Inga Tarmstedt gewusst hätte, dass ihrem Stöbern in alten Kunstbänden so viel Unheil folgen würde, wäre sie im Café in Worpswede sitzen geblieben. So aber fährt die junge Künstlerin auf die Nordseeinsel Baltrum, um nach Bildern ihres Lieblingsmalers Walter Bertelsmann zu suchen, der 1905 zum Malen auf der Insel war. Kurz nach ihrer Ankunft wird am Strand ein bewusstloser Mann gefunden, der wenig später stirbt. Und er ist nicht das einzige Opfer …
Ulrike Barow, 1953 in Gütersloh geboren, ist nach dreißig Jahren Inselaufenthalt auf Baltrum ans Festland zurückgekehrt und lebt seitdem mit ihrer Familie in Leer. Sie ist gelernte Buchhändlerin. Der erste Kurzkrimi „Baltrumer Wintermärchen“ wurde 2006 in der Anthologie „Inselkrimis“, Leda-Verlag, veröffentlicht. Dort erschienen auch ihre Kriminalromane Endstation Baltrum (2008) und Dornröschen muss sterben (2009).
Alle Veranstaltungen beginnen um 20.00 Uhr, der Eintritt kostet 5,00 Euro. Karten gibt es bei der Mühle Schoof, Mühlenstraße 2, 26739 Greetsiel.
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| Sonnabend, 5. Juni: Gelungene Krimi-Premiere im Kulturspeicher Wut, Wellen und Wein Leeraner Autor Peter Gerdes stellte brandneuen Kriminalroman vor Mit Zeitarbeit hat sich Unternehmer Wallmann eine goldene Nase verdient – jetzt sinkt er tot in den kalten Schlick der Ems-Marina Bingum. Kam er einem panischen Bootsdieb in die Quere, oder hat sein Tod andere Hintergründe? Hauptkommissar Stahnke ermittelt. Und verschafft Autor Peter Gerdes damit Stoff für seinen neunten Ostfriesland-Krimi: „Wut und Wellen“. Der brandneue Roman wurde am Sonnabend, 5. Juni, um 20 Uhr im Rahmen einer literarischen Weinprobe im Leeraner Kulturspeicher erstmals präsentiert. Die rund 60 Zuhörer waren begeistert von den turbulenten Szenen, die Gerdes für die Premierenlesung ausgesucht hatte.
Dazu gab es schmackhafte Sommerweine von der Weinhandlung Heitz, die Gerd-Peter Bröhl wie gewohnt gutgelaunten und launig präsentierte. Spannende Storys mit viel Atmosphäre und hintergründigem Witz – damit hat sich Gerdes einen Namen gemacht. Der 54-jährige Ostfriese kombiniert in „Wut und Wellen“ Spannung, Turbulenz und Humor mit bissiger, aktueller Gesellschaftskritik. „Sein vermutlich unterhaltsamster Krimi bisher“, urteilt Autorenkollegin Maeve Carels (Jever). Neben Leer ist auch Langeoog ein wichtiger Schauplatz der Romanhandlung. Eine Serie von Sprengstoff- und Giftanschlägen erschüttert die Nordseeinsel. Wem gelten die scheinbar ziellosen Attentate im sommerlichen Urlaubsparadies? Stimmen die Gerüchte, dass die „Viererbande“ dahinter steckt – eine Gruppe alter Männer, die jeden Tag am Bahnhof hockt, auf die Touristen schimpft und jene Zeiten zurück wünscht, in denen die Insel noch den Insulanern gehörte? Die Inselpolizisten tappen im Dunkeln. Auf Stahnkes Hilfe können sie zunächst nicht zählen, hat der mit seiner Mordermittlung alle Hände voll zu tun. Dann aber finden sich unerwartete Zusammenhänge. Ein furioses Finale deutet sich an. Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt über Peter Gerdes: „Nordlicht Gerdes sorgte mit dem sezierenden Blick für die Raffinessen von Mord und Totschlag für mörderischen Witz und spannende Unterhaltung. ... Das war ganz nach dem Geschmack der Zuhörer, die sich gern in beste Stimmung versetzen ließen.“ Der Uelzener „General-Anzeiger“ meint: „Gerdes brachte es durch außergewöhnlich bildhafte Schilderung zustande, die Krimifans zu fesseln. Vor allem mit viel hintergründigem Humor lässt der Autor seine Hauptfigur, den Polizeikommissar Stahnke, den Abgründen und Tiefen menschlichen Handelns auf die Schliche kommen.“ Und die „Lübecker Nachrichten“ urteilen: „Gerdes schreibt Krimis, wie man sie sich schöner nicht wünschen kann. Sehr spannend, schlüssig, wunderbar formuliert und immer lustig. Dabei geprägt von Liebe zu Land und Leuten – wunderbar. Mehr davon!“ Peter Gerdes ist Mitglied im „Syndikat“, der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller, und im Verband deutscher Schriftsteller. Der gebürtige Emder, der in Oldenburg studierte und lange als Journalist arbeitete, lebt heute mit seiner Familie in Leer. Seine ostfriesische Heimat ist immer wieder Hintergrund und auch Gegenstand seiner Romane und Geschichten. Die Charaktere und Typen, die Gerdes’ Storys bevölkern, wären ohne diese Heimat nicht vorstellbar. In seinen Lesungen lässt Gerdes diese Figuren durch seine intensive Vortragsweise lebendig werden.
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