Aktuelles

 

 


Leda feiert Geburtstag

Es ist kaum zu glauben, liebe Krimifreunde: Jetzt gibt es den Leda-Verlag schon 10 Jahre. Am 1. Januar 2000 sind wir offiziell an den Start gegangen; unser allererstes Buch, Das Mordsschiff von Peter Gerdes, haben wir am 11. April 2000 in der Stadtbibliothek Leer vorgestellt.
Das zweite Buch, unser Mordkompott, war innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Hatten wir im ersten Jahr noch drei Neuerscheinungen, so waren es im folgenden schon acht, mittlerweile produzieren wir in jedem Jahr zwölf bis sechzehn neue Bücher.
Während wir aus den Kinderschuhen herauswuchsen, veränderte sich auch unser Gesicht und wir setzten andere Schwerpunkte. Inzwischen hat Leda sich als »Norddeutschlands führender Spezialist für regionale Kriminalliteratur« (Buchreport Dezember 2009) etabliert und hat sich auf den »Mordwesten« Deutschlands spezialisiert.
Allen, die uns auf dem Weg bisher mit Rat & Tat, Texten & Bildern, Pappkartons & Publikationen begleitet haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Katalog als PDF

 
 

Stöbern, entdecken, schmökern - bei der Buchlust 2009 in Hannover nutzten viele Besucher die Gelegenheit, in den Räumen des Künstlerhauses zu schauen, welche Vielfalt die norddeutsche Verlagslandschaft bietet. Auch der Stand des Leda-Verlags, der zum dritten Mal an der Buchlust teilnahm, war ein beliebter Anlaufpunkt. 

 
 

Das Buch, das nicht erscheinen sollte

W.W. Domsky:

Ehre wem Ehre ...

Alles deutet darauf hin, dass es sich bei dem Massaker in einer türkischen Metzgerei um das Finale einer Auseinandersetzung rivalisierender Kiezkönige handelt. Die desillusionierte und vom Alkoholmissbrauch gezeichnete Kommissarin Thea Zinck sieht das anders. Im Gegensatz zu ihren Kollegen verzichtet sie auf den medienwirksam schnellen Abschluss des Falles und verfolgt bis zum bitteren Ende rücksichtslos ihre eigenen Ideen.


Nachdem ein Verlag diesen Krimi wegen angeblicher islamfeindlicher Passagen und aus Angst vor Repressalien kurzfristig aus dem Programm nahm, hat sich der Leda-Verlag nach eingehender Prüfung des Manuskriptes für die Veröffentlichung entschieden. „Wir sind der Meinung, dass sich jeder ein eigenes Bild machen sollte. Wir haben in dem Text nichts festgestellt, das einer Veröffentlichung widersprechen könnte und bringen das Buch ungekürzt heraus.“


Ein Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf fließt an „Solwodi“ (Solidarität mit Frauen in Not), www.solwodi.de

 Materialien für die Presse


 

 

2. Auflage ist erschienen


  

 Leda- Krimis aus dem Mordwesten waren auf der Frankfurter Buchmesse am AkV-Stand zu sehen.

Verlegerin Heike und Autor Peter Gerdes hatten am Messestand viele interessante Gespräche.

 

Gabriele Brinkmann signiert ihren druckfrischen Roman.

Auf großes Medieninteresse stieß der neue Kriminalroman "Ehre, wem Ehre ..." von Gabriele Brinkmann alias W. W. Domsky (links).                  Fotos: MiKa Kommunikation/Michael Hinz

 

 18. Oktober 2009

Jetzt ist der "kleine Verlag ohne Angst" (Zitat Nordwest-Zeitung) wieder zurück von der Frankfurter Buchmesse, die Verlegerin sitzt mit roten Ohren vor dem Bildschirm.
Ganz viele Leute haben uns zu unserer Entscheidung gratuliert, haben uns den Rücken gestärkt. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür!
Leider gab es auch Lob und Beifall aus der falschen Ecke.
Deswegen hier noch mal klipp und klar, liebe Leser: Der Kriminalroman "Ehre, wem Ehre ..." ist NICHT gegen Türken gerichtet. Er ist NICHT antiislamisch. Er ist ein Kriminalroman, nicht mehr und nicht weniger. Er ist gesellschaftskritisch und er ist sehr spannend (finde ich, das muss und kann jetzt jeder Krimileser selbst überprüfen).

Und noch was klipp und klar:
Nein, der Verlag hat KEINEN Polizeischutz beantragt, weder diskret noch indiskret. Im Vorfeld wollte natürlich fast jeder Journalist von mir wissen: "Habt ihr denn keine Angst?"

Ich habe dann versucht klarzumachen, dass ich Angst für unbegründet halte - aus den oben genannten Gründen.

Ein kurzes Telefongespräch mit der Polizei am Verlagsstandort fand allerdings tatsächlich statt. Wir hätten es nicht korrekt gefunden, wenn die Polizei aus der Presse von den Diskussionen über das Buch erfahren hätte.

Ansonsten hoffe ich, dass die Aufregung sich bald legt. Wir haben nämlich etwas ganz Normales getan. Ein Krimiverlag hat sich entschieden, einen guten Kriminalroman zu veröffentlichen. Und jetzt, liebe Leser, tut bitte auch etwas ganz Normales. Lest diesen Kriminalroman und entscheidet selbst, ob ihr ihn gut findet, So, wie ihr es mit jedem anderen Kriminalroman auch tut.

Heike Gerdes

 

14. Oktober 2009


Die Empörung war groß und aus unserer Sicht berechtigt: Kurz vor Drucklegung
kippte ein Verlag aus NRW einen Kriminalroman aus dem Programm, weil der Verleger Repressalien befürchtete. Einige Passagen, so meinte er, könnten religiöse Gefühle verletzen. In W. W. Domskys Kriminalroman "Ehre, wem Ehre ..." geht es um den Mord an einer jungen Türkin, um Zwangsheirat und Mord aus Gründen der Familienehre. Ein Thema, das in der Tat mit Fingerspitzengefühl angefasst werden will,. Aber auch ein Thema, das zum Leben in unserer multikulturellen Gesellschaft dazugehört und nicht totgeschwiegen werden darf.
Aus diesem Grund und weil wir nach eingehender Prüfung keine Aussagen gefunden haben, die Bevölkerungsgruppen oder Religionsgemeinschaften diskreditieren und diffamieren, haben wir uns entschlossen, die Freiheit der Kunst als eines unserer höchsten Güter zu achten und das Buch im Leda-Verlag zu veröffentlichen.
Wir danken auch der Druckerei
Bercker, die Unmögliches möglich gemacht und das Buch innerhalb weniger Tage rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse fertiggestellt hat.
Auch unserem Grafiker
Carsten Tiemeßen gebührt Dank: Er hat in Rekordzeit das Cover für diesen Roman gestaltet.
Einige Pressestimmen
Auch das Syndikat, Interessengemeinschaft der deutschsprachigen Krimiautorinnen, hat zu dem Fall Stellung bezogen:
Eine Frage der Ehre - Das Syndikat nimmt Stellung zum Fall Droste

"Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur,
bedauert sehr, dass der Droste Verlag das Manuskript „Wem Ehre gebührt “ trotz gültigen Vertrages nicht veröffentlichen will. Grund dafür sind antiislamistische Äußerungen, die der Verlag in dem Buch des Syndikat-Mitglieds Edda Minck entdeckt haben will.

Wenn es sich so verhält, dass einzig und allein eine mögliche islamistische
Bedrohung zur Nichtveröffentlichung geführt hat, dann möchten wir daran
erinnern, dass das Recht der Freien Rede und die Freiheit der Kunst nicht
nur Privileg, sondern auch Verpflichtung sind. In einer lebendigen
Gesellschaft müssen sie geachtet und gelebt werden. Zensur, auch
vorauseilende Selbstzensur, wendet sich offen gegen unsere freiheitlich,
demokratische und liberale Grundordnung.

Ehre gebührt dem, der für diese Rechte eintritt, so Syndikats-Sprecher
Andreas Izquierdo."